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Alte Wege

Von 'Wanderwege' kann die Rede nicht sein; die meisten der hier aufgeführten Wege waren für die Arbeit da. Sie dienten dem Treiben von Tieren von Weide zu Weide, dem Schleppen von verschiedensten Gütern – Holz, Stein, Produkte wie Milch und Käse – manchmal mit Pferdekarren, manchmal einfach zu Fuss.

Manche sind durch unzähligen Tritte in den Boden gestampft, manche sind mit harter Handarbeit verbreitet, geebnet, karrenfähig gemacht worden. Nicht immer für Karren und Vieh: Mitten im Nichts finden wir hier und dort kleine Treppen aus Steinen, die von der Wichtigkeit eines nun vergessenen Pfades zeugen.

Erst ab 1925 durften Motorfahrzeuge in Graubünden fahren. Stück pro Stück waren die alten Wege durch Schotterwege und danach teilweise durch geteerte Strassen ersetzt worden. Abschnittsweise folgten die neuen Strassen den alten Wegen. Was aber für zwei und vier Beine bestens geeignet ist, ist für vier Räder undenkbar.

Heute sind die alten Wege meist verwachsen und in Vergessenheit geraten. Zweck dieses Projektes ist es, diese Wege aufzuzeichnen und zu dokumentieren.

Die Uniun culturala empfiehlt sie jedoch nicht als Wanderwege und haftet nicht bei deren Begehung: Die Wege sind meistens nicht bzw. schlecht markiert und führen durch Gelände, die nicht immer unproblematisch sind.

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